Als Reinigungskraft sorgst du dafür, dass Büros, Schulen oder Arztpraxen täglich sauber und hygienisch bleiben. Für diese Tätigkeit brauchst du keine abgeschlossene Ausbildung. Arbeitgeber interessiert: Welche Bereiche und Flächen du kennst, ob du mit Reinigungsmaschinen umgehen kannst, wie zuverlässig du in der Frühschicht bist und ob du schon in hygienesensiblen Bereichen wie einer Praxis gearbeitet hast. Diese Seite zeigt dir, was in deinen Lebenslauf gehört.
So sieht ein überzeugender Reinigungskraft-Lebenslauf aus
Das folgende Beispiel ist frei erfunden. Hilde Sommer ist eine fiktive Persona, kein echter Mensch. Sie zeigt, wie ein Lebenslauf für eine Stelle in der Unterhalts- und Klinikreinigung aufgebaut sein kann, und warum dieser Aufbau für Personalverantwortliche im Gebäudedienstleister und im Gesundheitsbereich überzeugt.
Fiktiver Muster-Lebenslauf: Reinigungskraft Hilde Sommer, Unterhalts- und Klinikreinigung, erstellt mit LebenslaufHeld.
Warum dieser Lebenslauf überzeugt
Flächen und Bereiche konkret benennen (Branchenkonvention) Personalverantwortliche in Reinigungsunternehmen wollen wissen, welche Objektarten jemand kennt. Büroreinigung und Klinikreinigung sind zwei verschiedene Anforderungsprofile: Hygiene- und Desinfektionsanforderungen in medizinischen Räumen liegen deutlich höher als in Büros. Hilde benennt für jede Stelle die Fläche in Quadratmetern und den Bereich, damit der Arbeitgeber die Einarbeitungstiefe einschätzen kann. Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Den perfekten Lebenslauf erstellen
Maschinenkenntnis namentlich aufführen (Einarbeitungsvorteil) Ob jemand eine Einscheibenmaschine oder einen Reinigungswagen mit Moppwechselsystem sicher bedienen kann, entscheidet über die Einarbeitungszeit. Wer nur Reinigungsmaschinen schreibt, sagt nichts. Hilde nennt die Gerättypen konkret in den Kenntnissen. Das liest der Objektleiter zuerst, wenn er eine neue Tour besetzen muss. Quelle: Branchenkonvention Gebäudedienste: Stellenanforderungen Reinigungskraft
Hygieneunterweisung bei Klinikreinigung belegen (gesetzliche Pflicht) Krankenhäuser und Arztpraxen sind nach §23 IfSG verpflichtet, innerbetriebliche Hygienepläne festzulegen und ihr Personal dazu zu unterweisen. Das gilt auch für externes Reinigungspersonal. Wer im Lebenslauf eine jährliche Hygieneunterweisung aufführt, belegt, dass er mit diesen Vorgaben vertraut ist. Das reduziert das Risiko für den Auftraggeber sichtbar. Quelle: Infektionsschutzgesetz §23 IfSG: Nosokomiale Infektionen und Hygienepläne
GefStoffV-Unterrichtung und Dosierkenntnis angeben (Pflicht des Arbeitgebers, Signal des Bewerbers) Reinigungsmittel sind oft Gefahrstoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung. Arbeitgeber müssen Beschäftigte vor dem Einsatz und danach mindestens jährlich unterrichten. Wer die Unterrichtung im Lebenslauf aufführt, zeigt, dass er schon regelkonform gearbeitet hat und keine Einweisung von null braucht. Quelle: Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), §14 Betriebsanweisung und Unterweisung
Schichtbereitschaft und Führerschein klar benennen (Branchenkonvention) Viele Reinigungsjobs laufen vor Bürobeginn, spät abends oder am Wochenende. Für den Objektleiter ist die Frage, ab wann jemand verfügbar ist und ob er selbst hinkommt, entscheidend, bevor er eine Bewerbung weiterliest. Hilde gibt Frühschicht ab 05:30 Uhr, Wochenend- und Feiertagsbereitschaft sowie Führerschein Klasse B mit eigenem Fahrzeug direkt in den Kenntnissen an. Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Den perfekten Lebenslauf erstellen
Reinigungskraft ist kein reglementierter Beruf, eine Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Wer in Kliniken oder Praxen arbeitet, kommt aber mit Hygieneplänen (§23 IfSG) und Gefahrstoffvorschriften (GefStoffV) in Berührung. Davon zu unterscheiden ist der dreijährige Ausbildungsberuf Gebäudereiniger, der für Führungs- und Spezialtätigkeiten qualifiziert.
Typische Aufgaben
Unterhaltsreinigung von Büros, Treppenhäusern und Sanitäranlagen
Bedienung von Reinigungsmaschinen (z. B. Scheuersaugmaschinen, Poliermaschinen)
Richtige Auswahl und Dosierung von Reinigungsmitteln
Flächendesinfektion in sensiblen Bereichen (z. B. Gesundheitswesen)
Eigenständige Tourenplanung und Arbeitsablauforganisation
Wichtige Hard Skills
Umgang mit Reinigungsmaschinen (Scheuersaugmaschine, Hochdruckreiniger)
Kenntnis von Reinigungsmitteln und deren sachgerechter Dosierung
Führerschein Klasse B, falls für Anfahrt zum Einsatzort nötig
Gefragte Soft Skills
Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
Körperliche Ausdauer und Belastbarkeit
Ordnungssinn und Sorgfalt
Flexibilität für Früh- und Wochenendschichten
Eigenverantwortliches Arbeiten
Ausbildung & Qualifikation
Keine Ausbildung gesetzlich vorgeschrieben. Angelernt wird vor Ort. Davon zu unterscheiden ist der anerkannte Ausbildungsberuf Gebäudereiniger/in (3-jährige Ausbildung nach BBiG), der für Führungsaufgaben und Spezialtätigkeiten qualifiziert.
Beispielformulierungen für den Lebenslauf
Eigenständige Unterhaltsreinigung von 12 Büroeinheiten täglich (gesamt ca. 800 qm)
Bedienung einer Scheuersaugmaschine für Hallenböden (ca. 1.500 qm pro Schicht)
Erfahrung mit Geräten und Reinigungsmitteln weglassen
Schichtbereitschaft nicht angeben, obwohl Frühdienst oft Voraussetzung ist
Häufige Fragen
Brauche ich eine Ausbildung, um als Reinigungskraft zu arbeiten?
Nein. Für Tätigkeiten als Reinigungskraft oder Raumpflegerin ist keine abgeschlossene Ausbildung gesetzlich vorgeschrieben. Quereinsteiger werden vom Arbeitgeber angelernt. Anders ist es beim Ausbildungsberuf Gebäudereiniger/in nach BBiG, der eine dreijährige Ausbildung umfasst und für Führungs- und Spezialtätigkeiten qualifiziert.
Was gehört unbedingt in den Lebenslauf einer Reinigungskraft?
Deine bisherigen Stellen oder Neben-/Aushilfsjobs mit Zeitraum, konkrete Aufgaben (welche Bereiche, welche Geräte), deine Sprachkenntnisse und deine Schichtbereitschaft. Wer schon mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln gearbeitet hat, nennt das.
Wie wichtig ist Schichtbereitschaft?
Sehr wichtig. Viele Reinigungsjobs laufen früh morgens vor Bürobeginn oder am Wochenende. Schreib klar, wann du verfügbar bist.
Soll ich ein Bewerbungsanschreiben beilegen?
Ja, die meisten Ratgeber und Stellenanzeigen empfehlen ein kurzes Anschreiben zusammen mit dem Lebenslauf. Es muss nicht lang sein, ein kurzer Abschnitt zu deiner Motivation und Verfügbarkeit reicht.