Als Werkstudentin zeigst du im Lebenslauf, dass du Studium und Job gleichzeitig stemmst. Unternehmen suchen jemanden, der schnell mitarbeitet, die Stunden verlässlich einhält und fachlich zum Team passt. Deswegen gehören Studienschwerpunkte, bisherige Praxiserfahrung und deine Verfügbarkeit klar in den Lebenslauf. Eine Seite reicht.
Lebenslauf als Werkstudentin: So sieht ein überzeugender Entwurf aus
Das folgende Beispiel ist frei erfunden. Katharina Vogel ist eine fiktive Persona, kein echter Mensch. Sie zeigt, wie ein Lebenslauf für eine Werkstudentenstelle im Bereich Produktmanagement aufgebaut sein kann, und warum dieser Aufbau Sinn ergibt.
Fiktiver Muster-Lebenslauf: Werkstudentin Katharina Vogel, erstellt mit LebenslaufHeld.
Warum dieser Lebenslauf überzeugt
Wochenstunden und Verfügbarkeit stehen explizit drin (Branchenkonvention) Werkstudenten dürfen während der Vorlesungszeit in der Regel nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, damit die Versicherungsfreiheit nach §6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V erhalten bleibt. Katharina schreibt die 20 Stunden pro Woche direkt in die Positionsbezeichnung und nennt unter Kenntnisse zusätzlich, was in der vorlesungsfreien Zeit möglich ist. Personalverantwortliche müssen nicht nachfragen. Quellen: Gesetze im Internet: §6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V, Versicherungsfreiheit ordentlicher Studierender · Techniker Krankenkasse: Werkstudenten und die 20-Stunden-Regelung
Studienfortschritt und Schwerpunkte sichtbar gemacht (Branchenkonvention) Wer Werkstudent ist, ist per Definition noch im Studium. Recruiter wollen wissen, wie weit das Studium ist, in welche Richtung es geht und wann die Bachelorarbeit kommt. Katharina nennt Semester, Schwerpunkte und relevante Kurse direkt beim Ausbildungsblock. Das macht ihren fachlichen Bezug zur Stelle sofort nachvollziehbar. Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Lebenslauf schreiben, Aufbau und Pflichtangaben
Bisherige Praxisstationen konkret beschrieben (Branchenkonvention) Praktika und Studentenjobs zählen als echte Berufserfahrung. Katharina nennt für jede Station, was sie selbstständig geleistet hat, nicht nur, wo sie war. Statt Unterstützung im Marketing steht im Lebenslauf, was konkret entstand: Wettbewerbsvergleiche, Nutzerbefragungen, Onboarding-Materialien. Das zeigt Handlungsfähigkeit, nicht nur Anwesenheit. Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Lebenslauf schreiben, Aufbau und Pflichtangaben
Tools beim Namen genannt, nicht nur aufgelistet (Branchenkonvention) Jira, Confluence, Python und Figma stehen nicht einfach als Schlagwörter im Lebenslauf. Katharina ergänzt jeweils kurz den Kontext: produktiver Einsatz, Grundkenntnisse, aus welchem Kurs. Das trennt echte Werkzeugkenntnis von einem aufgeblasenen Skillset und gibt dem Team einen realistischen Erwartungsrahmen für den ersten Tag. Quelle: Branchenkonvention aus Werkstudenten-Stellenanzeigen (Tech, Consulting, Marketing)
Foto freiwillig, aber hier eingesetzt (Branchenkonvention) Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist ein Bewerbungsfoto freiwillig, Arbeitgeber dürfen es nicht als Bedingung fordern. Bei Werkstudentenstellen, besonders in Startups und digitalen Teams, ist ein professionelles Foto aber nach wie vor üblich und kann den Lebenslauf persönlicher wirken lassen. Quelle: Gesetze im Internet: AGG §1, Benachteiligungsschutz
Die 20-Stunden-Grenze während der Vorlesungszeit ist sozialversicherungsrechtlich geregelt (§6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V). Foto, Studienfortschritt, Tool-Beschreibung und Verfügbarkeitsangabe sind Konvention: sinnvoll und üblich, aber nicht gesetzlich vorgeschrieben.
Typische Aufgaben
Eigenständige Bearbeitung kleinerer Projekte
Zuarbeit für Team-Leads (Recherche, Reporting)
Datenpflege und Analyse
Meeting-Vorbereitung und Protokolle
Tool-Anwendung (Jira, Notion, Excel)
Wichtige Hard Skills
MS Office / Google Workspace (fortgeschritten)
Studienrelevante Tools (z. B. SPSS, MATLAB, Figma)
Excel inkl. Pivot-Tabellen
Englisch (mind. B2)
Erste Programmiersprachen oder Datenanalyse-Kenntnisse
Gefragte Soft Skills
Selbstorganisation zwischen Job und Studium
Schnelle Auffassungsgabe
Hands-on-Mentalität
Verlässlichkeit in Wochenstundenplänen
Kommunikationsstärke
Ausbildung & Qualifikation
Eingeschriebene/r Student/in (Bachelor oder Master), max. 20 Stunden / Woche während der Vorlesungszeit.
Beispielformulierungen für den Lebenslauf
Werkstudent (16 h/Woche) im Online-Marketing, eigenständige Pflege von Google-Ads-Kampagnen mit Budget 5.000 €/Monat
HiWi-Stelle am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Unterstützung bei zwei Forschungspublikationen
Eigenes Bachelor-Projekt: Aufbau einer Datenanalyse-Pipeline mit Python
Häufige Fehler
Studium und Job nicht klar trennen, beide Blöcke gehören separat
Keine Wochenstunden angeben, wirkt unrealistisch
Zu viel Schule (Abitur reicht für Werkstudenten als Bildungsblock)
Häufige Fragen
Wie viel Berufserfahrung gehört in den Werkstudent-Lebenslauf?
Praktika, Schülerjobs, Ehrenämter und HiWi-Stellen, alles, was zur Stelle passt. Mengenrabatt wird hier honoriert.
Soll ich Studienleistungen / Noten angeben?
Ja, wenn besser als 2,3. Auch Schwerpunkte und besondere Module mit Stellenbezug.