Der tabellarische Lebenslauf ist der Standard für Bewerbungen in Deutschland. Die Bundesagentur für Arbeit nennt ihn als Regelfall: eine bis maximal zwei A4-Seiten, neueste Station zuerst. Er ist schnell zu lesen und leicht zu scannen. Trotzdem schreiben viele ihren tabellarischen Lebenslauf falsch, weil sie die Regeln nicht kennen oder sie mit dem amerikanischen "Resume" verwechseln.
Stand: August 2026. Zuletzt geprüft: Bewerbungshilfe der Bundesagentur für Arbeit zum Lebenslauf.
Das Herz des tabellarischen Lebenslaufs ist die zweispaltige Struktur. Links: Zeitangaben (Monat/Jahr – Monat/Jahr). Rechts: Position, Arbeitgeber, Aufgaben.
Diese Struktur durchzieht den ganzen CV, Berufserfahrung, Ausbildung, Weiterbildung. Nur Kontaktdaten, Skills und Hobbys folgen anderem Layout.
Empfohlen: "03/2023 – 02/2026". Die Kurzform mit Monat und Jahr gibt Klarheit, ohne aufzubauschen. "Seit 2023" oder "aktuell" wirken unpräzise.
Für einmalige Ereignisse (Abschluss, Zertifikat): einzelnes Datum ("06/2022"). Keine Bindestriche bei Punktereignissen.
Bei Bewerbungen in den USA, UK oder Kanada: Dort ist das "Resume" Standard, fließender Text, maximal 1 Seite, ohne Foto.
Im Kreativsektor (Design, Werbung) kann auch in Deutschland ein unkonventionelles Layout funktionieren, wenn es zum Bewerbungsprofil passt.
Für Wissenschafts-Bewerbungen gibt es den akademischen Lebenslauf, der längere Publikationenlisten und Konferenzauftritte umfasst, auch er ist tabellarisch, aber ausführlicher.
Manche Stellen verlangen ausdrücklich das Gegenteil, also einen Lebenslauf in ganzen Sätzen. Die Bundespolizei fordert in ihrer Bewerber-Checkliste einen „ausführlicher Lebenslauf in Textform und ganzen Sätzen (nicht tabellarisch)". Wie dieser Text aufgebaut ist und wie lang er sein darf, steht im Beitrag Ausführlicher Lebenslauf in Aufsatzform.
Nein, das ist kein Muss. Die Bundesagentur für Arbeit schreibt, es sei nicht unbedingt notwendig, den Lebenslauf zu unterschreiben. Eine Unterschrift kann aber zeigen, dass die Fassung aktuell ist. Wer sie setzt, nutzt bei Online-Bewerbungen die eingescannte Unterschrift.
Als "Chronological Resume" ja, aber anders: oft ohne Foto, oft nur 1 Seite, Datums-Darstellung anders (Englisch: "Jan 2023 – Feb 2026").
Nein. Der Name täuscht. Gemeint ist eine zweispaltige Darstellung, meist in Word oder als PDF. Keine Gitter, keine Zellränder.
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