Weiterbildungen — dein Zeichen, dass du lernst
Weiterbildungen sind im Zeitalter lebenslangen Lernens kein Extra mehr — sie sind ein Muss. Wer fünf Jahre nichts Neues lernt, wirkt verkrustet. Wer jede Woche einen neuen Kurs besucht, zersplittert. Die Kunst: Die richtigen Weiterbildungen nennen und sie richtig einordnen.
Was als Weiterbildung zählt
- Zertifizierte Kurse (IHK, TÜV, Dekra)
- Online-Kurse mit Zertifikat (Coursera, Udemy, LinkedIn Learning)
- Branchen-Zertifikate (PMP, Scrum Master, Google Analytics)
- Fachbücher & Selbststudium — nur, wenn explizit ein Ergebnis vorliegt (z. B. ein Projekt)
- Interne Schulungen — meist nicht, außer sehr relevant
- Konferenzen als Teilnehmer — nur, wenn besonders prestigeträchtig
- Konferenzen als Sprecher — immer rein, das ist starker Beleg
Wie du Weiterbildungen formatierst
Gleiche zweispaltige Struktur wie bei der Berufserfahrung — links Datum, rechts Titel + Anbieter + ggf. Stunden.
Beispiel: "03/2025 | Certified Scrum Master (PSM I) — Scrum.org, Online-Prüfung."
Bei sehr vielen Weiterbildungen: nach Relevanz sortieren, nicht chronologisch. Die wichtigsten oben.
Online-Kurse — wann relevant, wann nicht
Ein 4-Wochen-Kurs auf Coursera mit Prüfung und Peer-Review ist ein echter Beleg. Ein 2-Stunden-YouTube-Kurs ohne Zertifikat nicht.
Faustregel: Nur nennen, wenn (a) Zertifikat vorhanden, (b) seriöser Anbieter, (c) relevanter Inhalt. Ansonsten weglassen oder im Anschreiben erwähnen.
Wo der Weiterbildungs-Block steht
Bei klassischem Aufbau: nach der Ausbildung, vor den Kenntnissen. Bei Berufseinsteigern, die ihre Weiterbildungen stark betonen wollen (weil wenig Berufserfahrung): gleich nach dem Profil-Block.
Häufige Fragen zu Weiterbildungen
Zu viele Weiterbildungen — kann das schaden?
Ja. Wer 30 Online-Kurse nennt, wirkt wie ein Kurs-Sammler ohne Fokus. Maximum 5-8, die zur Zielrolle passen.
Sind Selbstlern-Einheiten (Bücher, YouTube) zählbar?
Nur, wenn sie zu einem nachweisbaren Ergebnis führten — einem Projekt, einem Blog-Artikel, einer Umsetzung.
Alte Weiterbildungen (10+ Jahre) rauslassen?
Ja, außer sie sind fundamental (z. B. Meisterbrief, Staatsexamen). Der Rest ist oft überholt.
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