Eine vollständige Bewerbung besteht aus drei Pflichtbestandteilen: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Alles andere ist optional. Auch ein Deckblatt ist nach der Bundesagentur für Arbeit kein Pflichtbestandteil, kann aber sinnvoll sein.¹ Wer diese drei Teile sauber zusammenstellt, in der richtigen Reihenfolge und als eine einzige PDF versendet, macht schon vieles besser als die meisten Mitbewerber.
Diese Anleitung erklärt die empfohlene Reihenfolge, was beim E-Mail-Versand zu beachten ist und welche Fehler beim Dateinamen und der Dateigröße regelmäßig passieren.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt als Standardinhalt einer Bewerbung: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse.¹ Bei manchen Stellen kommen Arbeitsproben, ein Motivationsschreiben oder ein kurzes Video dazu, wenn die Ausschreibung das ausdrücklich verlangt.
Das Foto ist freiwillig. Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG, in Kraft seit 2006) dürfen Arbeitgeber es weder als Pflichtangabe fordern noch eine Ablehnung darauf stützen. Die Bundesagentur listet das Foto unter den optionalen Angaben.¹ In vielen Branchen ist ein professionelles Foto dennoch üblich. Mehr dazu im Glossar-Eintrag Bewerbungsfoto.
Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt folgende Reihenfolge für die Bewerbungsmappe:¹
Das Deckblatt ist kein Pflichtbestandteil.¹ Wenn du eines einfügst, platzierst du das Bewerbungsfoto dort. Ohne Deckblatt gehört das Foto in den Lebenslauf oben rechts.
Bei den Zeugnissen gilt: das aktuellste Arbeitszeugnis zuerst, dann ältere, dann Ausbildungs- und Schulzeugnisse. Mehr zu Zeugnisarten und ihrer Bedeutung findest du im Glossar-Eintrag Zeugnisse.
Das Anschreiben soll laut Bundesagentur für Arbeit "passgenau auf die Stelle zugeschnitten sein", damit dem Arbeitgeber deutlich wird, warum du dich für genau diese Stelle bewirbst und welche Kompetenzen und Erfahrungen du dafür mitbringst.¹ Ein generisches Textbaustein-Anschreiben, das an zwanzig Unternehmen geht, erfüllt diesen Anspruch nicht.
Ob ein Anschreiben bei deiner Bewerbung überhaupt gefordert wird, ist eine eigene Frage. Die Bundesagentur hält fest, dass manche Unternehmen bei Online-Bewerbungen darauf verzichten.² Den aktuellen Stand dazu erklärt der Artikel Ist ein Anschreiben heute noch nötig?.
Für die E-Mail-Bewerbung empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit, alle Unterlagen in einer einzigen PDF-Datei zusammenzufassen, also Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und weitere Anlagen in einem Dokument.³ Der Grund: Formatierungen bleiben erhalten und der Empfänger hat alle Informationen in einer Datei.
Die empfohlene Gesamtgröße liegt bei maximal 2 bis 3 Megabyte, wenn die Stellenausschreibung keine andere Angabe macht.³ StepStone nennt ebenfalls 3 MB als Orientierung.⁴ Ein sauber erstelltes PDF aus einem Lebenslauf-Editor wie LebenslaufHeld bleibt problemlos innerhalb dieser Grenze.
Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, die PDF-Datei "aussagekräftig" zu benennen.³ Das Muster, das sich in der Praxis bewährt hat: "Bewerbung_Nachname.pdf" oder "Bewerbung_Nachname_Stelle.pdf".⁴
Den E-Mail-Betreff empfiehlt die Bundesagentur entsprechend der Stellenausschreibung zu formulieren, also den genauen Jobtitel inklusive Referenznummer, wenn eine angegeben ist.³ Ein unpräziser Betreff wie "Bewerbung" verlangsamt die Zuordnung auf Empfängerseite.
Der Mail-Text selbst bleibt kurz. Die Bundesagentur empfiehlt: angeben, für welchen Beruf oder welche Stelle man sich bewirbt, und auf die Unterlagen im Anhang verweisen.³ Höfliche Anrede, seriöse Absenderadresse (Vor- und Nachname, kein "superstar1987") und eine kurze Grußformel reichen aus.
Das eigentliche Anschreiben gehört in die PDF, nicht in den Mail-Text. Wer das Anschreiben in den Mail-Text kopiert und nochmals als erste Seite der PDF einfügt, sendet es doppelt. Das wirkt unaufgeräumt.
Der E-Mail- oder Portal-Bewerbung muss heute niemand mehr skeptisch gegenüberstehen. Eine Befragung von Bitkom Research unter 852 deutschen Unternehmen (Erhebung KW 38 bis 44/2024) ergab, dass alle befragten Unternehmen die digitale Einreichung von Bewerbungsunterlagen ermöglichen.⁵ Die Papierbewerbung per Post ist in den meisten Branchen nicht mehr Standard. Prüfe trotzdem die Stellenausschreibung: In einigen öffentlichen Stellen und handwerklichen Betrieben wird sie noch gefordert.
Bevor du auf Senden klickst, lohnt ein kurzer Blick auf diese Punkte:
Den Lebenslauf als text-basiertes PDF exportierst du direkt aus LebenslaufHeld. Geh zum Editor und exportiere nach dem Ausfüllen mit einem Klick als saubere PDF ohne Wasserzeichen.
1. Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungsunterlagen
2. Bundesagentur für Arbeit: Anschreiben
3. Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungsarten
4. StepStone: Bewerbungsunterlagen als PDF
5. Bitkom Research: Die Bewerbung läuft fast überall schon digital (2024/2025, n=852)
Nein. Die Bundesagentur für Arbeit hält ausdrücklich fest, dass das Deckblatt kein Pflichtbestandteil ist. Es kann sinnvoll sein, um das Bewerbungsfoto zu platzieren, ist aber nicht erforderlich.
Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt maximal 2 bis 3 Megabyte, wenn die Stellenausschreibung keine andere Grenze nennt. Ein sauber exportiertes Lebenslauf-PDF liegt in der Regel deutlich darunter.
In die PDF. Der Mail-Text bleibt kurz: Stellenbezeichnung nennen, auf den Anhang verweisen, Grußformel. Das eigentliche Anschreiben gehört als erste Seite in die PDF-Bewerbungsmappe.
Das aktuellste Arbeitszeugnis ist in den meisten Fällen Pflicht. Hinzu kommen das Ausbildungs- oder Hochschulzeugnis und relevante Weiterbildungszertifikate. Schulzeugnisse (Abitur, Hauptschule) nur anhängen, wenn kein Hochschulzeugnis vorhanden oder wenn ausdrücklich gefordert.
Ein klares Muster: "Bewerbung_Nachname.pdf" oder "Bewerbung_Nachname_Stelle.pdf". Kein "Bewerbung_final2_NEU.pdf". Der Empfänger soll die Datei sofort zuordnen können.
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